INTERMAR News


 

Federico - Neuigkeiten 06-2022

Liebe Intermarer und Segler,

Wieder mal einen Kurzbericht....langsam haben wir wieder das Noetigste was man zum Leben braucht, zusammen. Die Berhoerdengaenge werden auch immer weniger. Es ist noch nicht alles geregelt. Da wir ja nicht mehr die Jüngsten sind, hat der Neustart einiges an Kraft gebraucht.
Meine " Kuestenfunkstelle " kommt auch voran. Station ist eingerichtet nur die Antenne ist noch nicht oben da sie noch nicht eingetroffen ist wegen Lieferproblemen.
Dann macht der Zoll in Madrid Probleme eine Lieferung wurde wegen fehlenden Dokumente an den Absender zurück geschickt.
Dafuer ist meine Wetterstation in Betrieb und im Netz. Unsere schwaechelnde Internetverbindung schafft die Uebertragung der Wetterdaten. Hier die URL:

https://www.wunderground.com/dashboard/pws/IBREAA11

Trotz allem sind wir gesund und lieben das Leben.

Herzliche Gruesse an die Funk - und Segelgemeinde
Federico y Rolande und zwei Fellnasen

 

 

Der Wind - Das himmlische Kind...

Wie sagt so der Volksmund: ….. der Wind, der Wind, das himmlische Kind….

… die Frühjahrsstürme kamen und sie waren heftig, heftiger als gewohnt. Seit geraumer Zeit bekamen wir danach Rückmeldungen, dass mit der Antenne unserer Clubanlage etwas nicht stimmen könne. Eine Prüfung durch unseren Gastgeber vor Ort bestätigte schließlich die Annahme, dass sich die Antennenrichtung verschoben haben müsse.

Nun gut, das lässt sich regeln und so haben wir die Antennenrichtung, durch entsprechende Änderungen der Parameter, korrigiert und – siehe da – die Rückmeldungen bestätigten den Erfolg der Maßnahme.

Nach einiger Zeit mehrten sich jedoch die Meldungen, dass mit der Antennenrichtung wieder etwas nicht stimmen könne. Die Ausrichtung erschien so, als wäre eigentlich die „alte“ Richtung „wieder“ korrekt.

Also, korrigieren wir das Ganze mal zurück. Auch dies schien zunächst erfolgreich, bis … ja bis letzten Endes die Unwetter Ende Mai dann dafür sorgten, dass sich an der Antenne nichts mehr einstellen ließ. Die Anzeigen deuteten darauf hin, dass sich die Antenne mehr oder weniger frei drehte.

Sicherheitshalber wurde der Rotor abgeschaltet und die Anlage außer Betrieb genommen. Der Notbetrieb lief über die privaten Anlagen unserer Netcontrols, bzw. der Anlage eines Freundes (Gerhard, DJ5IW) ab.

Ein Ortstermin mit Kran und Hebebühne wurde vereinbart – wir sind nicht abergläubisch und legten mutig Montag, den 13.06.2022 dafür fest. Offensichtlich scheint es da aber doch Probleme zu geben... ein Kran war zu dem Zeitpunkt nicht aufzutreiben. Somit musste das Ganze dann auf den 14.06.2022 verschoben werden.

Kran und Hebebühne waren pünktlich vor Ort und wurden sogleich für die Antenne unseres Gastgebers, die ebenfalls Schaden genommen hatte, eingesetzt, was uns Gelegenheit gab die ganze Angelegenheit einmal in näheren Augenschein zu nehmen, bevor mit der Arbeit begonnen werden konnte.

Stolz sieht sie aus, die Antenne, wie sie so über die Dächer und Bäume blickt, nicht wahr?

20220614 131016

Doch bei näherem Hinsehen…. Was ist denn da geschehen???

 

Das müssen wir sicher einmal genauer ansehen…

20220614 133105

 

...gucken wir noch einmal...

Oben am Mast zeigte sich dann, dass es nicht nur das Antennenkabel um die drehenden und festen Teile gewickelt hatte, sondern dass zumindest auch das Steuerkabel in Mitleidenschaft gezogen worden war.

Nachdem das nun alles zunächst korrigiert worden war, wurde ein Test durchgeführt, bei dem sich herausstellte, dass offensichtlich auch der Rotor selbst Schaden genommen hatte. Er rührte sich weder vor- noch zurück. Glücklicherweise hatten wir Ersatz vor Ort, unser „alter“ Rotor, den wir im Zuge einer anderen Reparatur getauscht hatten, war noch funktionsfähig und so kamen Kran und Hebebühne noch einmal zum Einsatz und der Rotor wurde getauscht.

Danach der Test…. Siehe da, die Anlage funktionierte wieder einwandfrei. Jetzt noch die notwendigen Korrekturparameter eingeben und überprüfen und dann, gegen 20:00 Uhr konnte die Erfolgsmeldung an unsere Netcontrols versandt werden …. :

DK0MC ist wieder „up and running” ….    

Der erfolgreiche Praxiseinsatz direkt am Folgetag wurde dann durch Uwe (DF5AM) mit wirklich ausgezeichnetem Ergebnis durchgeführt, sogar die gegenwärtig eher „durchwachsenen“ Bedingungen auf der Kurzwelle spielten da mit. Da soll doch mal jemand noch etwas sagen….

Also – viele gute QSOs und an alle Hörer auf den Meeren gute und sichere Fahrt, gute Wache und gute Reise – INTERMAR ist erreichbar und wird Euch begleiten…

Dieser Beitrag wurde von Uwe (DD1HUR) geschrieben. Uwe war derjenige, der vor Ort die Reparatur durchgeführt hat! Ich spreche mal im Namen aller Mitglieder, Freunde und auch Zuhörer der täglichen Netze von INTERMAR.... Uwe, recht herzlichen Dank!!

Vy 73 de Uwe, DF5AM

 

 

Die SINGLE MALT verändert Leben

Auf der SINGLE MALT zu leben, kann das Leben wirklich verändern! Nach jahrelanger Prüfung hat sich etwas ereignet, was man nur mit einem Bild trefflich darstellen kann.

Just Married

Alle INTERMARER wünschen Euch beiden alles Gute auf dem weiteren gemeinsamen Lebensweg, auf das Ihr noch viele Seemeilen zusammen mit der SINGLE MALT bewältigen könnt!

 

 

Eine Erfolgsstory

Heute erreichte uns eine Nachricht, die es wert ist, in News veröffentlicht zu werden! Unser Mitglied Horst-Peter Köhler hat "so mir nichts dir nichts" mal eben die Amateurfunkprüfung der Lizenzklasse A bestanden und das Rufzeichen DL7HP erhalten! Horst-Peter ist von Beruf Arzt, nun aber im Ruhestand. Von der Funkerei hatte er "überhaupt keine Ahnung", aber gerade deshalb ist es so erwähnenswert, diese Leistung. Zeigt sie doch, auch ohne Vorkenntnisse ist es möglich, die Amateurfunkprüfung zu schaffen!

So wünschen wir Horst-Peter alles Gute bei der Ausübung unseres gemeinsamen Hobbys und freuen uns auf das erste QSO mit ihm!

Vy 73 de Uwe (DF5AM)

 

 

Informationsangebot via Radio-Kurzwelle

Vor ein paar Tagen wurden wir darauf aufmerksam gemacht, das der ORF sein Programm auch auf der Kurzwelle in deutscher Sprache sendet. (Siehe dazu den Logbucheintrag vom Donnerstag, 24. Februar 2022, Morgennetz.)

Nun kam eben ein Update, das wir nicht vorenthalten wollen. So könnten auch Stationen, die "weltweit unterwegs sind", zumindest Nachrichten in deutscher Sprache empfangen. Hier die Originalnachricht:

ORF-Radio-Journale via Kurzwelle Aus ORS-Sendezentrum Moosbrunn Wien (OTS) - Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine weitet der ORF sein Informationsangebot via Radio-Kurzwelle aus. Ab sofort bietet der ORF, zusätzlich zum Ö1 Morgenjournal (6155 kHz, 7.00 Uhr MEZ, Mo-Sa), täglich auch das Ö1 Mittagsjournal (13730 kHz, 12.00 Uhr MEZ, Mo-Sa,) und das Ö1 Abendjournal (5940 kHz, 18.00 Uhr MEZ, Mo-Fr und So) via Kurzwelle an. ORF-Radiodirektorin Ingrid Thurnher: Mit diesem zusätzlichen Service können die Ö1-Radio-Journale von deutschsprachigen Hörerinnen und Hörern in ganz Europa, also auch in der Ukraine, einfach und niederschwellig empfangen werden! Via Kurzwelle stehen die Ö1-Radio-Journale auch dann noch zur Verfügung, wenn lokale Mobilfunknetze und sonstige mediale Infrastrukturen nicht mehr funktionieren. Gesendet wird vom Kurzwellensendezentrum im niederösterreichischen Moosbrunn, das von der ORF-Sendetechniktochter ORS betrieben wird.

Weiterhin wird um Empfangsberichte gebeten! Diese dienen dazu die Ausbreitung der Sendung überprüfen zu können dienen auch als Grundlage für einen Weiterbetrieb der Sendeanlage.

Vy 73 de Uwe, DF5AM


01-2022 - Bericht von Federico (EA8AEW)

Liebe Freunde von Intermar,

heute erreichte mich wieder ein Bericht von Federico (EA8AEW) aus La Palma. Der Vulkan ist "erloschen" und man macht sich an die Aufräumarbeiten. Alles nicht so einfach, wie Federico zu berichten weiß. Und so füge ich hier nun seinen Bericht 1:1 an, wie immer im Anschluß daran einige Bilder, die Federico übermittelt hat. Und auch hier, wie schon vorher bei den Bildern..... Ohne Worte!!

Vy 73 de Uwe, DF5AM

 

23.1.22 -> 8. Lagebericht


Liebe Intermarer, liebe Segler
Der Vulkan hat nach 85 Tagen den Betrieb eingestellt. Am 25. Dez. 21 wurde es ruhig auf der Cumbre Vieja. Jetzt wurde die Eruption als beendet erklaert.

Nun geht es erst los mit dem Aufrauemen auf der Westseite. Viele Menschen freuen sich wieder in die noch bewohnbaren Haueser einzuziehen. Vor jedem Einzug wird jedes Haus vom Statiker ueberprueft, sowie von Spezialisten der Armee die SO2 Konzentration im Gebauede gemessen. Wenn alles OK ist wird auf die Hauswand einen roten Punkt gesprayt.


Wir koennen noch nicht in ein Haus zurueck. Wir hatten ein Objekt gefunden, nach Ueberpruefung auf dem Katasteramt hatte sich herausgestellt, dass es sich um einen Schwarzbau handelte. Da haben wir natuerlich die Finger davon gelassen.
Es wird immer wieder versucht schnell viel Geld zu verdienen. Es ist schlimm, dass solch traurige Situationn ausgenutzt werden.


Wir wohnen immer noch bei unserer Seglerfreundin im Blockhaus. Die Stimmung ist etwas bedrueckend. Die Menschen die keine Versicherung haben, bekommen 60.000 Euro vom Staat fuer ihr zerstoertes Haus. Das reicht nicht einmal fuer ein Grundstueck zu kaufen.

Der neue Vulkan ist gewaltig, er besitzt 6 Krater von 100 bis 170 m Durchmesser. Er hat 200 Mio.m3 Lava ausgestossen dazu noch 34 Mio. m3 Lavaasche. Die Hoehe beträgt gut 1200m.


Die neuen Lavadeltas haben eine Flaeche von 48 Hektar. Demnaechst kann man neue Ankerbuchten besuchen.
Der Copernicus SAT hat 2888 zerstoerte Gebauede und 138 beschaedigte erfasst. 74 km Strassen sind zugepflastert. Mit schweren Baumaschinen werden Strassen freigerauemt. Die Strasse in den Sueden macht Probleme. Ein Lavastrom von 3 km Breite und 50 m Hoehe hat die Strasse blockiert. Bis eine Lavaschicht von 50 m Dicke ausgekuehlt ist dauert es Monate. Wir werden uns weiter mit Asche rumschlagen. Freunde von uns konnten ins Haus zurueck, aber was macht man, wenn das Grundstueck von 2000 m2 mit 50 cm Asche bedeckt ist....schaufeln. Jetzt gibt es schon Angebote von " Aschenrauemer" Kosten von 10 bis 30.000 Euro.Aus Asche macht man " Kohle ".


Langsam bekomme ich "Funkentzugserscheinungen". Leben mit schlechtem Internetzugang und ohne KW - Antenne ist nicht schoen.


Wir wuenschen allen einen guten Start in die neue Seglersaison.


Herzliche Gruesse


Federico y Rolande und zwei Fellnasen

 

Und hier nun die beeindruckenden Bilder!:

 

Asche soweit das Auge reicht!

 

Asche vor der Haustür!

 

Im Garten bei unseren Freunden...

 

Der Kampf mit der Lava!

 

2000 Personen in Landungsbooten

 

Der neue Vulkan!!

 

Vorher ..... Nachher!

Quellennachweis:

Foto Quellen: El Time, Gobierno, GBGE, Copernikus, Federico

La Palma - Lagebericht von Federico - 19.12.2021

Lagebericht - oder nach 86 Tagen Leben mit dem Vulkan.
 
Der Vulkan war einige Tage ruhig und macht eine Pause. Doch am Sonntag 12.12.21 hatte es wieder geknallt. Es gab eine heftige Explosion, Asche und Lavabomben flogen durch die Luft. Der Lärm ähnlich eines Düsenjet war wieder da sowie die Lava, die wieder Richtung Meer schlich.
 
Montag 13.12.21 um ca. 11h Alarm. Die Sicherheitsbehörde hat wegen sehr schlechter Luftqualität aufgerufen, im Haus zu bleiben und alles zu schliessen. Davon waren über 30 000 Menschen betroffen. Die Kinder mussten im Schulhaus bleiben. Die Schwefeloxydwerte waren über 2500 Micro Gramm / m3.
Im südlichen Gebiet wurde beobachtet, dass die Vögel tot vom Himmel fallen. Heute bebte die Insel wieder bis Stärke 3.
Nachdem nun weniger Lava fliesst, fängt nun das Geld an zu fliessen. Das Versicherungsconsorcio hat bis heute 62.503.167 Euro ausbezahlt. Davon bekamen auch wir was ab. Warten aber noch auf einen Teil vom Gobierno.
 
17.12.21; Seit 3 Tagen schlummert der Vulkan. Keine Eruptionen keine spürbare Beben, nur noch SO2 Gase, die entweichen. Wenn der Vulkan nach 10 Tage verstummt, könnte das Desaster als beendet erklärt werden. Das meinen die vielen Vulkan - Spezialisten, die hier im Einsatz sind.
 
Für uns ist die Zeit zum Planen gekommen, die sehr schwierig wird. Jetzt werden Immobilien angeboten zu überzogenen Preisen, darunter auch Ruinen. Nachdem über 2000 Häuser vernichtet wurden, wird es eng, ein ordentliches und bezahlbares Objekt zu finden.
 
Wir geben nicht auf......
 
Jede schwierige Situation, die du jetzt meisterst, bleibt dir in der Zukunft erspart.
( Dalei Lama )
Wir wünschen allen frohe Festtage und dass wir uns 2022 wieder gesund auf 14313 kHz wieder treffen.
Herzliche Grüsse
Federico y Rolande und zwei Fellnasen
 
Und auch heute wieder Bilder, die Fedrico übermittelt hat. Und wieder gilt.... ohne Worte!
 
Ascheregen!
 
 
Ascheregen im Osten.
 
 
Dieses Bild ging um die Welt!
 
 
Die Küste kocht...
 
Landungsboot mit Zivilisten.
 
 
Die neueste Lavaübersichtskarte!
 
 
Hier ist die Sperrzone um den Hafen Tazacorte eingezeichnet!
 
 
So beeindruckend ist ein explosiver Vulkan!
 

Quellen der Bilder: Guardia Civil, ET, Cabildo, Federico

Lieber Federico, liebe Rolande, ich bin mir sicher, das ich hier im Namen aller Leserinnen und Leser schreibe! Wir alle wünschen Euch frohe Festtage, das im Jahr 2022 alles so wird, wie Ihr es Euch wünscht, wir alle sind weiterhin in Gedanken bei Euch und den Fellnasen!!

Vy 73 de Uwe (DF5AM)

 
 

La Palma - Lagebericht von Federico

Liebe Intermarer, liebe Segler,

Der 72. Vulkantag startete wieder mit nächtlichen Erdbeben. In den letzten 24 Stunden wurden wieder 371 Beben registriert, die Häuser, die noch stehen, bekamen die ersten Risse im Mauerwerk. Die Katastrophe setzt sich fort. Im Moment fliesst nur die Lava, allerdings nicht das Geld.
Die Menschen werden langsam ungeduldig. Von den Versicherungen wird man laufend vertröstet, dass die Entschädigung demnächst ausbezahlt wird, doch wann "demnächst" sein wird, weiss niemand. Auch die X - Mio. Spendengelder haben die Menschen bislang noch nicht erreicht.

Der Vulkan macht weiter Häuser platt!
In 10 Tagen flossen 120 Mio. Kubikmeter Lava durch die Gegend und ins Meer. Nachdem die Lava ins Meer fliesst, entstehen Explosionen und giftige Gase. Je nach Windrichtung sind verschiedene Zonen davon betroffen. Dann herrscht wieder Ausgangsperre. Pro Tag entweichen 6 - 26000 Tonnen Dioxido de azufre ( SO2 ) und 2400 - 2600 Tonnen Dioxido de Carbon ( CO2 ).
Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden 2616 Häuser/Gebäude komplett zerstört. Es wird immer schwieriger ein neues Haus zu finden. Unter den verbrannten Häusern waren auch mehrere, die zum Verkauf ausgeschrieben waren.

Nun ist auch noch die span. Marine in Tazacorte im Einsatz. Durch die verschiedenen Lavaströme wurden ca. 80 Strassenkilometer vernichtet. Der Ort Puerto Naos ist nur noch auf dem Seeweg erreichbar. Landungsboote bringen Arbeiter von Tazacorte an Land. Hier wurde in kurzer Zeit eine Entsalzungsanlage aufgebaut um die Wasserversorgung sicher zustellen.
Der Hafen Tazacorte ist offen, ich war dort aber das Ambiente ist verloren gegangen. Das hat mich traurig gestimmt.

Wir hoffen, dass der nächste Bericht positiver ausfällt. Mein Ziel für 2022 wieder für INTERMAR QRV zu sein.

Herzliche Grüsse
Federico y Rolande und zwei Fellnasen

Und wie schon in Lageberichten zuvor hat mir Federico einige Bilder gesendet, die ich eingefügt habe. Auch hier, wie schon zuvor, diese Bilder sprechen für sich und müssen nicht kommentiert werden.

Ein Lagebild über die verwüsteten Zonen! 

Qualm ohne Pause, seit Wochen...

Lava schafft neue Ankerbuchten...

Laubbläser befreien die Landebahn am Flughafen!

Landungsboote in Tacacorte

Landungsboote und der kochende Atlantik!

Ein Schnappschuss aus dem Auto mit Wehmut in der Seele! - Unsere Stammbodega, über 1m Asche vor der Tür....

... auf dem Heimweg aus Tacacorte......

Quellen der Bilder: Guardia Civil, ET, Cabildo, Federico

Lieber Federico, wir sind weiterhin in Gedanken bei Euch und den Fellnasen!!

Vy 73 de Uwe (DF5AM)

 

 

Lagebericht von der Vulkanfront

Heute können wir einen weiteren Lagebericht von unserem Netcontrol Federico (EA8AEW) übermitteln, der uns gestern erreichte. Auch diesen Lagebericht möchten wir 1:1 wiedergegeben:

Liebe Intermarer, liebe Segler,


langsam wird es anstrengend auf der Ascheninsel. Obwohl wir auf der Ostseite sicher untergebracht sind, bekommen wir je nach Windrichtung auch in den Genuss von Aschenregen. Auf der Westseite ist es noch schlimmer. Die Aschebelastung der Luft hat längst alle Grenzwerte ueberschritten. Wir waren letzte Woche auf der Westseite beim Cabildo mit FFP2 Maske, Brille und Mütze. Kamen dann mit roten Augen zurück (nicht vom Inselwein sondern von der Asche - und Schwefelluft).


Heute geht der 50. Vulkantag zu Ende. Bis heute sind gegen 1000 ha Land mit Lava zugepflastert und 2719 Häuser platt gemacht. An manchen Stellen ist der Lavastrom bis 40 m dick.


Von unserem Funkclub sind wir zu viert, die alles verloren haben. Vier Alu Funkmasten wurden bei 1200 Grad eingeschmolzen.


An die häufigen Erdbeben haben wir uns gewöhnt. In unserem Blockhaus geben die Balken nach. Die Militäreinheiten werden aufgestockt, die müssen von den Hausdächern die Asche runter schaufeln wegen Einsturzgefahr. Leider sind schon drei Mann vom Dach gefallen wovon einer sich schwer verletzte. Leider geht es mit der Hilfe schleppend voran. Wir sind noch in der guten Lage in einem Haus zu leben. Viele sind im Hotel oder in der Kaserne untergebracht. Nach 50 Tagen merkt man erst was einem fehlt. Gut, müssen wir keine Arbeitsstelle suchen, alle Zeugnisse, Diplome usw. sind in Asche verwandelt. Sobald die Versicherungen endlich handeln können wir weiterplanen.


Leider habe ich hier keine Möglichkeit wieder den Funkbetrieb aufzunehmen.


Bis zum nächsten Lagebericht!

Vy 73 de
Federico y Rolande und zwei Fellnasen
(übrigens hier handelt es sich um 2 kleine Hunde, die man uns vor ca. 10 Jahren in einem Müllsack in den Garten geschmissen hat!)

Und auch diesem Lagebericht hat Federico wieder einige Bilder mit übermittelt, die wieder eindrucksvoll für sich selbst sprechen!

Asche im Osten

Asche über Lanos

Das schafft bestimmt auch kein 4x4 SUV...

Gigantisch! (Wer es noch nicht bemerkt hat, der "kleine gelbe Fleck im Bild" -> ein ausgewachsener Mensch...)

Ein wahres Naturschauspiel.

....einfach alles nur Schrott.... dramatisch!

Das Solarkraftwerk hat seinen Betrieb eingestellt!

...ohne Worte...!

Wir wünschen Federico und Rolande sowie den zwei Fellnasen weiterhin alles erdenklich Gute, wir denken wirklich täglich an Euch!

Vy 73 de Uwe (DF5AM)

Quellennachweis: Guardia Civil, El Time, Federico

 

 

 

 

Lagebericht von Federico - EA8AEW

Liebe Freunde von INTERMAR,

gestern erreichte uns ein Lagebericht von unserem Netcontrol Federico (EA8AEW), der auf La Palma mit all seinem Hab und Gut Opfer des Vulkanausbruchs geworden ist. Hier sein Lagebericht, 1:1 wiedergegeben:

Lagebericht von der Vulkanfront


Nach 3 Wochen wenig Schlaf und Vulkangetoese, Aschenregen sowie schlechter Luft mussten wir unsere paar Sachen wieder packen. Auch unsere Freunde, die uns 3 Wochen beherbergten, mussten fliehen. Ca. 700m oberhalb von uns lauerte der naechste Lavastrom. Wir hatten genug vom Westen und fuhren ueber die Cumbre in den Osten und suchten eine neue Unterkunft.


Was fuer ein Zufall, wir trafen eine Seglerin und kamen ins Gespraech. Wir erzählten Ihr, dass wir vor dem Vulkan geflohen sind und eine Unterkunft suchen. Kein Problem, ihr Gaestehaus steht leer, sie wuerde es gerne an uns vermieten. Nun haben wir wieder ein Dach ueber dem Kopf im nautischen Stil. Ihr verstorbener Mann war Kapitaen und viel mit der Alexander von Humboldt I unterwegs. Nun haben wir wieder Sicht auf einen Hafen, nicht Tazacorte, sondern Santa Cruz de La Palma.


Die Hilfe, die wir in unserer schwierigen Situation erleben durften war gewaltig. An dieser Stelle moechten wir uns bei allen Seglern und HAMs herzlich bedanken fuer die Anteilnahme. Aus allen Ecken der Welt erreichten uns liebe Mails. Waehrend 26 Jahren Stuetzpunkt Tazacorte gibt es einige Bekannte.
Nun machen wir weiter und schauen nach vorn. Jetzt stehen Behoerdengaenge an und Verhandlungen mit der Versicherungen.


Bis heute wurden 7000 Menschen evakuiert. 640 ha Land ist mit Lava überflutet, 1541 Gebauede wurden mit Lava zugedeckt. Im Moment fliesst ein Lavastrom von 1750 m breite der Kueste entgegen.


Bis zum naechsten Bericht.....
Herzliche Gruesse
Federico y Rolande und zwei Fellnasen von der ruhigen Ostseite

Soweit der Bericht von Federico! Federico hat uns auch noch einige Fotos gesendet, die wir ebenfalls hier veröffentlichen dürfen. Die Fotos stammen von der Guardia Civil und Federico. Sie zeigen deutlich das Ausmaß der Katastrophe!

 

Lavafront

Die Lavafront strebt voran...

 

Lava zur Kste

Lava auf dem Weg zur Küste...

 

Vulkanasche

Vulkanasche im Hafen Tazacorte!

 

Flugasche und Luft

Ein Blick auf die Terrasse, Flugasche und schlechte Luft.

 

 

QTH EA8AEW

An der markierten Stelle, da stand unser Haus!

 

zweite Flucht

Und wieder müssen wieder fliehen!

 

Santa Cruz de La Palma

Ein Blick auf unser neues Domizil, Santa Cruz de La Palma mit Hafen!

 

 

 

News von Federico - EA8AEW

Weiterhin sind wir alle in Gedanken bei unserem Freund, Federico, der ja auf La Palma ein Großteil seines Hab und Gut durch den Vulkanausbruch dort, verloren hat. Viele Anfragen erreichen uns, hauptsächlich mit der besorgten Frage, wie geht es Federico und seiner Familie? Können wir irgendwie helfen? Wir von INTERMAR stehen "in lockerem Kontakt" zu Federico, wir wissen, es gibt sicherlich wichtigeres zu tun für ihn, als uns Situationsberichte zu übermitteln, freuen uns aber über jede Nachricht, die uns erreicht und geben diese Nachrichten auch gerne hier wieder. Und so kam gestern diese Nachricht, die hier 1:1 wiedergegeben wird:

Gottseidank, dass uns echte Freunde aufgenommen haben.

Es ist anstrengend 24 Std. das Vulkangetoese in den Ohren zu haben. Bis jetzt sind gegen 1000 Haueser platt oder unbewohnbar. Das heisst alle suchen ein neues Dach ueber dem Kopf das wird immer schwieriger. 

Soeben kam die Meldung, dass bei Winddrehung die Schwefeldaempfe vom Meer uns erreichen und wir wieder "fliehen" muessten. Bis jetzt sind 80 Mio.m3 ins Meer geflossen. Die Insel ist groesser geworden bis jetzt um ca. 25 Fussballfelder.

Soweit die Meldung von Federico. Diese Sätze sagen alles aus, was es zur Zeit "zu sagen" gibt. Aber wenigstens sind Federico und Rolande gesundheitlich wohl auf, ein Trost.

Weiterhin erreichte uns eine weitere Nachricht von DL2MHW (Harald) und DG5LS (Renate), beide fühlen sich sehr mit Federico's Schicksal verbunden. Renate hat uns einen Link gesendet, den wir auch hier gerne veröffentlichen.
https://kreuzer-abteilung.org/allgemeine-news/kanarische-inseln-lavastrom-naehert-sich-dem-hafen-ka-repraesentant-verliert-sein-haus/#search-lightbox

Zum Schluß noch ein Bild, das uns Federico übermittelt hat. Das Bild stammt von Saul Santo, wir dürfen es veröffentlichen.

el volcan y la colada saul santos

Hier darf man wohl anmerken: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte!

Vy 73 de Uwe, DF5AM 

 

 

Es fehlen die Worte –

Mit Erschütterung mussten wir heute erfahren, dass die Natur eine mächtige Gewalt ist, die für uns Menschen in vielerlei Hinsicht unaufhaltsam ist.

Wir haben alle die Nachrichten verfolgt, was z.Zt. auf der einstmals so friedlichen und (immer noch) schönen Ferieninsel, La Palma im Atlantischen Ozean, vor sich geht. Wir hatten auch berichtet, dass unser Freund, Vereinsmitglied und Netcontrol, Federico Ulrich (EA8AEW), mit seiner Familie wohl weitgehend in Sicherheit ist, aber noch um sein Hab und Gut, sein Haus und alles was dazugehört bangen muss und wir alle hatten die Hoffnung gehegt, es möge alles glimpflich abgehen.

Diese Hoffnung hat sich leider nicht erfüllt. Heute Morgen erfuhren wir von Federico, dass die Lava des Vulkans „Cumbre Vieja“ auf ihrem Wege zum Meer nun auch das Haus unseres Freundes verschlungen hat.

Die ganze Tragweite können wir sicher im Moment noch nicht erfassen und so sind wir ohnmächtig und von der Realität überwältigt nun Zeugen dieses Naturschauspiels zu dem wir vielleicht hier doch einmal Schillers Lied von der Glocke bemühen können:

… Wohltätig ist des Feuers Macht,
Wenn sie der Mensch bezähmt bewacht….
Doch furchtbar wird die Himmelskraft,
Wenn sie der Fessel sich entrafft,
Einhertritt auf der eignen Spur
Die freie Tochter der Natur…..   

La Palma Feuersbrunst

Wächst sie in des Himmels Höhen
Riesengroß!
Hoffnungslos
Weicht der Mensch der Götterstärke,
Müßig sieht er seine Werke
Und bewundernd untergehen….

 

Lieber Federico, wir sind in Gedanken bei Dir und wir wissen, dass Du das weißt.

Hans-Uwe Reckefuß (DD1HUR) im Namen aller INTERMARER.

 

 

 

Information aus La Palma von Federico (EA8AEW)

Heute, 28.9.21 erreichte mich eine Nachricht von Federico (EA8AEW) aus La Palma. Hier sein Bericht und auch ein Hinweis auf den Link der Kreuzer Abteilung, den wir natürlich nicht vorenthalten wollen. Hier sein Bericht:

Liebe Intermarer,
im Moment ist es schwierig einen Bericht zu verfassen. Wir sind zwar bis jetzt in Sicherheit, liebe Freunde stellten uns ihre Gästewohnung zur Verfügung. Man hat aber ein komisches Gefühl im Magen, wenn man weiss, dass ca. 900m oberhalb unserer Finca ein Lavastrom mit einer Temperatur von 1100° C lauert. Für die Richtung Meer hat er sich noch nicht entschieden. Bis jetzt wurden über 500 Häuser platt gemacht, davon einige von Freunden, die wir schon 26 Jahre kennen. Wir verlassen die Insel und unsere Palmerofreunde nicht. Wir müssen da durch....

Herzliche Grüße
Federico y Rolande und zwei Fellnasen

PS: Uwe (DF5AM), sei doch bitte so nett und stelle auch den Link mit ein, dort sind auch noch weitere Informationen enthalten.

https://kreuzer-abteilung.org/allgemeine-news/kanarische-inseln-marina-tazacorte-nach-vulkanausbruch-gesperrt/

Soweit der Bericht von Federico.

Ich glaube ich spreche im Namen aller INTERMARER, liebe Rolande, lieber Federico, wir alle von INTERMAR hoffen für Euch, das ihr weiterhin gesund bleibt und Euch das Hab und Gut erhalten bleibt!

Vy 73 de Uwe (DF5AM)

 

 

Ein Treffen in Lanzarote

Lothar (EA8DES) und Renate hatten sich von Las Palmas aufgemacht, mal auf der Nachbarinsel Lanzarote einen Kurzurlaub einzulegen. Das geht mit dem Flugzeug ja ohne Probleme, die Reise dauert im Flieger ca. 45 Minuten. Lothar hatte diesen Besuch der Insel recht frühzeitig bekannt gegeben, so konnten wir ein Treffen vereinbaren. Bei schönstem Sonnenschein, wenig Wind und erträglichen Temperaturen habe ich dann die beiden an ihrem schönen Ferienapartment abgeholt und nach einer kurzen "Rundfahrt" durch den Ort Playa Blanca ging es dann durch das Timanfaya Gebiet ab in Richtung unser Heimstätte. Dort angekommen wartete schon Kaffee und Kuchen, den meine XYL Ingrid (DL5OAD) zubereitet hatte. Aber erst einmal Platz nehmen....

Lothar Renate

Links: Renate, auf der Bank Lothar (EA8DES)

So haben wir dann einen wunderschönen Nachmittag verleben können. Lothar war besonders daran interessiert, zu erfahren, wie ein Netcontrol denn so seine Arbeit verrichtet... Nun, nichts leichter als das! Ich habe ihm erläutert, wie ich mich auf das Netz vorbereite, welche Tools ich dazu verwende, um die Wetterinformationen im Netz "zum Besten" geben zu können, aber auch vorbereitet zu sein, kommen "individuelle" Wünsche. Zum Schluß dann noch ein paar "Helferlein" für meinen Browser, die ich mir selbst erstellt habe (QSO-DB, QTH-Locator Rechner...), erklärt. Ich darf wohl sagen, Lothar, immerhin passionierter Segler und langjähriger Funkamateur, war schon ein wenig beeindruckt. Wie kommt nun das ganze "in die Luft" war die nächste Frage. Unserer kleinen Anlage aus TRX IC 7300 und ein paar Dipolen auf dem Haus traut man sowas mit der bekannten Reichweite und Qualität auch berechtigter Weise nicht wirklich zu. Aber auch hier verbirgt sich ja kein Geheimnis dahinter. Die Remoteanbindung zur Klubstation DK0MC geöffnet und eine kleine Vorführung, wie man so einen TRX bedient, da war auch die Frage erschöpfend beantwortet. Als wir dann wieder bei den Damen erschienen, hatten diese uns nicht vermisst, so wie sie im Gespräch vertieft waren.

Noch reichlich geschwätzt, dann wurde es auch bald Zeit, sich zu verabschieden. Aber vorher noch ein Bierchen, natürlich nicht für den Fahrer, und schon ging es Richtung Playa Blanca!

Ich glaube auch im Namen von Lothar und Renate zu sprechen, es war ein sehr schöner Nachmittag, wir hatten unsere Freude, die Zeit ist wie im Fluge vergangen. Mit einer Einladung an uns, die beiden doch mal in Las Palmas zu besuchen haben wir uns dann verabschiedet.

Vy 73 de Uwe (DF5AM)